Bündnis gegen Rechts distanziert sich von den Schmierereien in Falkensee

Wie wir erfahren haben, wurden die Geschäftsstelle der CDU Falkensee und Räumlichkeiten des Busunternehmens Bertsch von Unbekannten beschmiert und Landrat Roger Lewandowski dabei persönlich beleidigt. Hintergrund scheint der Landesparteitag der Berliner AfD im MAFZ im März zu sein. Im Internet wird darüber hinaus mit Gewalt gegen Lewandowski und die CDU Falkensee generell gedroht.

Wir, das Bündnis gegen Rechts Falkensee, verstehen uns als überparteiliche antifaschistische Gruppe und waren als solche wesentlich am Protest gegen den Parteitag der Berliner AfD im Havelland beteiligt. Dieser friedliche Protest war aus unserer Sicht richtig und wichtig. Von Schmierereien oder Drohungen grenzen wir uns dagegen entschieden ab. Gewalt und Aggression dürfen nie Mittel der politischen Auseinandersetzung sein.

Wir wertschätzen die aktive Mitarbeit und Unterstützung der CDU ebenso wie aller anderen demokratischen Parteien in unserem Bündnis und wünschen uns diese auch für die Zukunft!

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pixabay.com, wattblicker, 2021

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Internationale Aktionstage gegen Rassismus (20. / 21. März 2021)

Die Vereinten Nationen haben 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Damit soll an die blutige Niederschlagung einer friedlichen Demonstration in Sharpeville in Südafrika gegen die Apartheid am 21. März 1960 erinnert werden. In Deutschland organisiert die „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ jedes Jahr viele Aktionen rund um den 21. März.

Auch wir schließen uns dem Aufruf, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen, gern an. Aktionen mit vielen Beteiligten verbieten sich aufgrund der Pandemielage derzeit. Deshalb gab es dieses Jahr nur eine kleine Aktion fürs Social Web, wir hoffen auf mehr Möglichkeiten im nächsten Jahr.

Foto: BgR / mg

„Schon wieder das Rassismus-Thema?“ mag so manch eine:r jetzt denken. Es ist gut und wichtig, dass so viel darüber gestritten, diskutiert, publiziert und gelernt wird. Denn Rassismus betrifft uns alle. In erster Linie diejenigen, die aufgrund rassistischer Vorurteile Anderer abgewertet, von Teilhabe ausgeschlossen, z. B. beim Zugang zu Arbeit oder Wohnraum benachteiligt, Opfer von Polizeigewalt werden oder immer wieder Dinge erklären sollen oder sich für irgendetwas rechtfertigen müssen. Aber auch diejenigen, die sich über ihre (oft rassistischen) Vorurteile oder ihre Privilegien zu wenig Gedanken machen. Sie tragen dazu bei, dass sich in der Gesellschaft nicht genug nicht schnell genug ändert, wovon wir letztlich aber alle profitieren würden.

Alle Menschen müssen jeden Tag aufs Neue üben, miteinander in Eintracht, Respekt, Solidarität und gegenseitigem Wohlwollen und Vertrauen zu leben. Und das funktioniert am besten, wenn wir die Schubladen in unseren Köpfen beweglich halten und den einen oder anderen Müll, der sich dort  angesammelt hat, einfach mal in den Papierkorb entleeren, um Platz für Neugier, Offenheit und Mitmenschlichkeit zu schaffen.

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